MOSH/MOAH und JAX Lebensmittelschmierstoffe. Wie können Mineralölkontaminationsrisiken in Lebensmittelbetrieben reduziert werden?
Einleitung
Die Lebensmittelsicherheit beschränkt sich immer seltener auf die Kontrolle von Rohstoffen und Endprodukten. In modernen Lebensmittelbetrieben wird die gesamte Produktionskette analysiert: von Lieferungen über Verpackungen, die Produktionsumgebung, die Instandhaltung bis hin zu den technischen Hilfsmitteln, die an den Maschinen verwendet werden. Eines der Themen, das in den letzten Jahren besonders stark in die Branchen-diskussion zurückgekehrt ist, sind MOSH und MOAH, also Mineralölkohlenwasserstoffe.
MOSH, also Mineral Oil Saturated Hydrocarbons, sind gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe. MOAH, also Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons, sind aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe. Beide Gruppen können aus verschiedenen Quellen in Lebensmitteln vorkommen: aus Verpackungen, Rohstoffen, der Umwelt, technologischen Prozessen, Transport, Futtermitteln und auch – in bestimmten Fällen – aus falsch ausgewählten oder falsch angewendeten Schmierstoffen.
In der industriellen Praxis ist die Frage „Gibt es Schmierstoffe im Betrieb?“ nicht die wichtigste, denn in jedem Produktionsbetrieb gab es, gibt es und wird es immer welche geben. Eine Maschine ohne Schmierstoff ist wie ein Lager ohne Laufbahn – theoretisch kann man darüber sprechen, aber lange wird sie nicht funktionieren. Die Schlüsselfrage lautet: Welche Schmierstoffe werden verwendet, an welchen Stellen, in welcher Menge, mit welcher Dokumentation und entsprechen sie den Anforderungen für die Lebensmittelproduktion?
In diesem Zusammenhang sind die Lebensmittelschmierstoffe von JAX, einem amerikanischen Schmierstoffhersteller, von besonderer Bedeutung. JAX entwickelt seit vielen Jahren Produkte für die Lebensmittel-, Getränke-, Backwaren-, Milch-, Fleisch-, Geflügel-, Fisch-, Obst- und Gemüseindustrie sowie für die Verpackungsindustrie.

Warum sind MOSH/MOAH für die Lebensmittelindustrie wichtig?
Die steigenden Anforderungen an MOSH/MOAH resultieren aus einem immer umfassenderen Ansatz zur Lebensmittelsicherheit. Heute reicht es nicht mehr aus, zu belegen, dass das Endprodukt organoleptische und mikrobiologische Anforderungen erfüllt. Chemische Verunreinigungen, die Migration von Substanzen aus Verpackungen, der Kontakt mit Hilfsstoffen und das Risiko von Kreuzkontaminationen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
MOSH- und MOAH-Kohlenwasserstoffe können aus vielen Quellen in Lebensmittel gelangen. Eine häufig analysierte Quelle sind Verpackungen, insbesondere solche aus Recyclingpapier und -karton. Andere Quellen können die Umwelt, Hilfsstoffe, der Ernteprozess, die Lagerung, der Transport, Futtermittel, technologische Zusatzstoffe oder Elemente des Produktionsprozesses sein.
Schmierstoffe sind nur eine potenzielle Quelle. Man sollte daher nicht automatisch davon ausgehen, dass jede Anwesenheit von MOSH/MOAH in einer Lebensmittelprobe aus Schmierstoff stammt. In einem gut geführten Instandhaltungsbetrieb muss die Schmierung jedoch als einer der Bereiche der Risikobewertung behandelt werden. Das ist ein klassisches industrielles Prinzip: Wir raten nicht, sondern identifizieren die Quelle, dokumentieren und eliminieren das Risiko an der Wurzel.
Neue Anforderungen und MOSH/MOAH-Monitoring
Die in der Europäischen Union geplanten und diskutierten Anforderungen an MOAH sehen eine schrittweise Regulierung der zulässigen Werte in verschiedenen Lebensmittelkategorien vor. Bei pflanzlichen Fetten und Ölen, wie Raps- oder Sonnenblumenöl, wird ein maximaler Wert von 2,0 mg/kg erwartet. Für bestimmte Öle, wie Argan-, Kokos- oder Erdnussöl, sind vorübergehend höhere Werte zulässig, die bis 2030 schrittweise auf 2,0 mg/kg gesenkt werden sollen.
Für Gewürze, getrocknete Kräuter und Instanttees sieht der Entwurf ab 2027 einen Wert von 10,0 mg/kg vor, der bis 2030 auf 5,0 mg/kg gesenkt wird. Traditioneller getrockneter Tee und Kräutertees werden grundsätzlich anders behandelt, wenn sie keine Instantprodukte oder Lebensmittelzutaten sind, da die Übertragung von MOAH in den Aufguss begrenzt ist.
Für Nahrungsergänzungsmittel beträgt der geplante Wert ab 2027 10,0 mg/kg und anschließend bis 2030 5,0 mg/kg. Bei verarbeiteten und zusammengesetzten Lebensmitteln sollen ab 2030 allgemeine Grenzwerte auf Basis des Fettgehalts gelten.
Parallel ist ein MOSH/MOAH-Monitoring in den Jahren 2026–2029 vorgesehen. Orientierungswerte, als IL bezeichnet, bedeuten kein automatisches Verkaufsverbot des Produkts. Ihre Rolle besteht darin, die Untersuchung der Verunreinigungsquelle auszulösen. In der Praxis bedeutet dies die Notwendigkeit, den gesamten Prozess zu überprüfen: vom Rohstoff und der Verpackung über die Lagerung bis hin zu den technischen Hilfsmitteln, die bei der Produktion verwendet werden.

Lebensmittelschmierstoffe und unbeabsichtigter Kontakt mit Lebensmitteln
In Lebensmittelbetrieben werden keine gewöhnlichen Industrieschmierstoffe verwendet, wo die Möglichkeit des Kontakts mit Lebensmitteln besteht. Für solche Stellen sind Schmierstoffe der Klasse NSF H1 vorgesehen, d.h. Produkte, die für den unbeabsichtigten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind. Es muss jedoch sehr deutlich betont werden: H1 bedeutet nicht, dass der Schmierstoff ein Lebensmittelbestandteil ist. H1 bedeutet, dass das Produkt dort eingesetzt werden darf, wo ein zufälliger, technisch unvermeidbarer Kontakt mit Lebensmitteln möglich ist.
Gemäß dem Ansatz von FDA und NSF sollte ein H1-Schmierstoff nur in der minimal notwendigen Menge verwendet werden, um die technische Funktion zu erfüllen. In der Praxis bedeutet dies eine entsprechende Anwendung, Dosierkontrolle, Beseitigung von Leckagen, Schutz von Schmierstellen und eine ordnungsgemäße Dokumentation.
- In der Lebensmittelbranche sind daher drei Elemente von grundlegender Bedeutung:
- die Auswahl des richtigen Schmierstoffs für den Einsatzort,
- die Begrenzung des Risikos der Migration des Schmierstoffs in das Produkt,
- die Dokumentation der Verwendung eines produkts, das den Anforderungen für die Lebensmittelproduktion entspricht.
- Genau hier beginnt die Rolle der JAX Lebensmittelschmierstoffe.
JAX Position zu MOSH/MOAH
In einem Schreiben vom 10. September 2021 hat sich die Firma JAX INC. mit Sitz in W134 N5373 Campbell Drive, Menomonee Falls, WI 53051, zu den wachsenden Bedenken hinsichtlich des MOSH- und MOAH-Gehalts in mineralischen Schmierstoffen, die für den Lebensmittelkontakt zugelassen sind, geäußert.
JAX bestätigt, dass die in den JAX-Produkten für den Lebensmittelkontakt verwendeten Mineralölbasen einer intensiven Raffination unterzogen werden, um einen sehr hohen Reinheitsgrad zu erreichen. Laut Firmenangaben erfüllen sie die Anforderungen des US-Arzneibuchs, des National Formulary, der amerikanischen FDA 21 CFR 172.878 und sind NSF 3H-zertifiziert für den direkten Lebensmittelkontakt.
JAX verweist auch auf die analytischen MOSH- und MOAH-Daten, die von den Mineralöllieferanten übermittelt wurden. Diesen Informationen zufolge war der MOAH-Gehalt für Kohlenwasserstoffe unter C16 bei 20.000 mg/kg nicht nachweisbar, und für die Bereiche C16–C25 sowie C16–C35 bei 10.000 mg/kg nicht nachweisbar. Diese Daten sind von erheblicher Bedeutung, da in der Branchen-diskussion gerade MOAH als Fraktion betrachtet werden, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf.
Auf der Grundlage der übermittelten Daten bestätigt JAX INC., dass der MOSH- und MOAH-Gehalt in JAX-Produkten im Falle von Mineralölen, die zur Herstellung von Schmierstoffen für den Lebensmittelkontakt verwendet werden, kein Problem darstellt.
Es ist jedoch wichtig, diese Position technisch und verantwortungsbewusst zu interpretieren. Die Erklärung des Herstellers entbindet den Betrieb nicht von der Pflicht zur korrekten Anwendung der Schmierstoffe, zur Einhaltung der Hygienevorschriften, zur Kontrolle der Dosierung und zur Führung der Dokumentation. Selbst der beste Lebensmittelschmierstoff sollte bestimmungsgemäß verwendet werden. Die alte Regel der Instandhaltung gilt immer noch: Ein gutes Produkt hilft, aber eine gute Prozedur sichert das Ergebnis.
Was lehrt die Studie über MOSH/MOAH?
Die technische Studie zu den MOSH/MOAH-Herausforderungen in der Lebensmittelindustrie hat mehrere wichtige Aspekte hervorgehoben, die bei der Bewertung von Schmierstoffen berücksichtigt werden sollten.
Erstens bestehen industrielle Schmierstoffe in der Regel zu 90–99 % aus mineralischem oder synthetischem Grundöl. Der Rest besteht aus Veredelungsadditiven. Grundöle werden je nach Verarbeitungstechnologie und End-eigenschaften in Gruppen I–V eingeteilt. Die Gruppen I–III umfassen verschiedene Arten von Mineralölen, während Gruppe IV Polyalphaolefine, d.h. PAO, und Gruppe V andere spezielle synthetische Basen umfasst.
Zweitens müssen Schmierstoffe, die an Lebensmittelmaschinen verwendet werden, Sicherheitsanforderungen im Falle eines unbeabsichtigten Kontakts mit Lebensmitteln erfüllen. In der Praxis bedeutet dies die Einhaltung von FDA 21 CFR 178.3570 und die Registrierung von Komponenten als NSF HX-1 oder des fertigen Schmierstoffs als NSF H1.
Drittens weist die Studie darauf hin, dass der BfR-Test in erster Linie zur Bestimmung von MOSH und MOAH in Lebensmitteln oder Materialien mit Lebensmittelkontakt, wie Verpackungen, entwickelt wurde. Es handelt sich nicht um einen Test, der speziell für Schmierstoffe erstellt wurde. Die Methode kann jedoch in der Schmierstoffindustrie verwendet werden, um technische Daten zu generieren und Fragen von Endverbrauchern zu beantworten.
Viertens ist der wichtige Schluss, dass der BfR-Test nicht immer unterscheidet, ob die nachgewiesenen Strukturen aus Mineralöl oder aus bestimmten synthetischen Basen stammen. In der Praxis bedeutet dies, dass die alleinige Verwendung eines synthetischen Schmierstoffs nicht automatisch garantiert, dass im Analyseergebnis kein MOSH- oder MOAH-Signal auftritt. Daher darf das Risikomanagement nicht ausschließlich auf dem Schlagwort „synthetisch“ basieren, sondern auf einer vollständigen Bewertung des Produkts, der NSF H1-Registrierung, der Dokumentation, der Anwendungskontrolle und den betrieblichen Verfahren.
MOSH vs. MOAH — warum man nicht alles in einen Topf werfen sollte?
Im betrieblichen Alltag taucht oft die gedankliche Abkürzung auf: „MOSH/MOAH = Problem mit dem Schmierstoff“. Diese Vereinfachung kann zu falschen Schlussfolgerungen führen.
MOSH und MOAH werden mit verschiedenen Analysemethoden nachgewiesen, und ihre Anwesenheit kann aus vielen Quellen resultieren. MOSH können sowohl in mineralischen Produkten als auch in bestimmten synthetischen Systemen auftreten, da die Analysemethode bestimmte Kohlenwasserstoffstrukturen identifizieren kann, ohne deren Herkunft einfach zu unterscheiden. MOAH hingegen sind eine Fraktion, die größere toxikologische und regulatorische Bedenken aufwirft.
Aus diesem Grund sollte die Auswahl der Schmierstoffe nicht auf einem einzigen Marketing-Slogan basieren, sondern auf einem vollständigen Satz von Kriterien:
- Ist das Produkt als NSF H1 registriert?
- Verfügt der Hersteller über technische Dokumentation?
- Ist das Produkt für den spezifischen Einsatzort vorgesehen?
- Besteht die Möglichkeit des Kontakts mit Lebensmitteln?
- Ist die Anwendung kontrolliert?
- Ist die Menge des aufgetragenen Schmierstoffs minimal und technisch gerechtfertigt?
- Sind die Schmierstellen im Instandhaltungsplan enthalten?
- Weiß das Personal, wo das jeweilige Produkt verwendet werden darf?
JAX in der Praxis des Lebensmittelbetriebs
JAX Lebensmittelschmierstoffe können ein Element der Strategie zur Reduzierung von MOSH/MOAH-Risiken in einem Lebensmittelbetrieb sein, da sie die Auswahl von Produkten ermöglichen, die für den Einsatz in der Lebensmittelproduktion geeignet sind. Das JAX-Angebot umfasst Schmierstoffe für verschiedene Industriezweige: Bäckereien, Molkereien, Fleisch- und Geflügelverarbeitung, Getränkeproduktion, Fisch-, Obst- und Gemüseverarbeitung, Futtermittelproduktion, Süßwarenherstellung und Verpackungsproduktion.
In der Praxis sind folgende Bereiche von größter Bedeutung:
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Schmierstellen mit möglichem zufälligem Kontakt
Wo das Risiko eines zufälligen Kontakts mit Lebensmitteln besteht, sollten Schmierstoffe der Klasse NSF H1 verwendet werden. Dies betrifft unter anderem Lager, Führungen, Gelenke, Ketten, Dichtungen, Transportelemente, Antriebsmechanismen und Stellen in der Nähe des Produktbereichs. -
Hochtemperaturschmierstoffe
In Bäckereien, Konditoreien und thermischen Anlagen sind Schmierstoffe, die hitze-, oxidations- und belastungsbeständig sind, besonders wichtig. Ein falsch ausgewählter Schmierstoff kann schneller abbauen, Leckagen verursachen, Ablagerungen bilden und das Kontaminationsrisiko erhöhen. -
Getriebe- und Hydrauliköle
Getriebe- und Hydrauliksysteme in Lebensmittelbetrieben erfordern ebenfalls eine Risikobewertung. Auch wenn ein System geschlossen erscheint, kann ein Ausfall einer Leitung, Dichtung oder Entlüftung zum Kontakt des Schmierstoffs mit der Produktionsumgebung führen. -
Kettenschmierstoffe
Ketten in Transportlinien, Öfen, Kühl-tunnels und Verpackungsmaschinen arbeiten oft unter schwierigen Bedingungen. Das Produkt muss Schmierung gewährleisten, den Verschleiß reduzieren und gleichzeitig auf den Charakter der Produktion abgestimmt sein. -
Dokumentation und Rückverfolgbarkeit
In einem Lebensmittelbetrieb zählt nicht nur, was verwendet wurde, sondern auch, ob es nachgewiesen werden kann. Das technische Datenblatt, das Sicherheitsdatenblatt, die NSF-Registrierung, die Schmierprozedur, die Dosieranleitung und die Anwendungsaufzeichnungen sind Teil des Lebensmittelsicherheitssystems.

Probenahme und Analyse — warum das Verfahren wichtig ist?
Das neue Konzept für MOSH/MOAH erfordert auch eine größere Sorgfalt bei der Probenahme und Analyse. Die Proben sollten in chemisch inerten Behältern gelagert werden, vorzugsweise aus Glas oder mit PTFE-beschichteten Deckeln. Eine zusätzliche Absicherung mit Aluminiumfolie reduziert das Risiko einer Kreuzkontamination durch Klebstoffe, Etiketten, Verpackungen oder die Umgebung.
Dies ist sehr wichtig, da bei so empfindlichen Analysen leicht ein Ergebnis erzielt werden kann, das nicht vom Produkt selbst stammt, sondern von einer unsachgemäßen Probenahme, Lagerung oder Transport. Im Streit um die Kontaminationsquelle ist die Dokumentation ebenso wichtig wie das Labor.
Bei MOSH/MOAH-Analysen werden chromatographische Techniken eingesetzt, und im Bedarfsfall zur Validierung und Unterscheidung von tatsächlichen Mineralölfraktionen von störenden Substanzen wird die GC×GC-Anwendung empfohlen. Für Lebensmittelbetriebe bedeutet dies die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Laboren, die die Spezifität dieser Bestimmungen verstehen und das Ergebnis im Kontext des gesamten Prozesses interpretieren können.
Wie kann das MOSH/MOAH-Risiko durch Schmierung reduziert werden?
Die effektivste Strategie besteht nicht darin, Schmierstoffe zu eliminieren, sondern die Schmierung professionell zu managen. Maschinen in der Lebensmittelindustrie benötigen Schmierung, und das Fehlen eines geeigneten Schmierfilms führt zu Ausfällen, Korrosion, Temperaturanstieg, Lagerverschleiß, Fressschäden und Stillstandszeiten. Produktion ohne Schmierstoff ist keine Modernität, sondern der direkte Weg zum Stillstand der Linie.
Der Betrieb sollte einige grundlegende Prinzipien umsetzen:
- Verwendung ausschließlich von NSF H1-Schmierstoffen an Stellen, an denen ein unbeabsichtigter Kontakt mit Lebensmitteln möglich ist,
- Vermeidung des Mischens von gewöhnlichen Industrieschmierstoffen mit Lebensmittelschmierstoffen,
- Führung einer Karte der Schmierstellen,
- Kennzeichnung der Schmierstellen und der zugewiesenen Produkte,
- Verwendung spezieller Werkzeuge für die Anwendung von Lebensmittelschmierstoffen,
- Reduzierung der aufgetragenen Schmierstoffmenge auf das technisch notwendige Minimum,
- sofortige Beseitigung von Leckagen und Überschüssen,
- Schulung des Instandhaltungspersonals,
- Archivierung der Produktdokumentation,
- Überprüfung der Produkte auf aktuelle Registrierungen und Anforderungen.
In der Praxis ist die Trennung besonders wichtig. Eine separate Schmierpresse, ein separates Etikett, ein separater Behälter und ein klares Verfahren tragen oft mehr zur Sicherheit bei als das glänzendste Zertifikat in einem Ordner. Das Zertifikat ist notwendig, aber Mensch und Verfahren entscheiden, ob der Schmierstoff dorthin gelangt, wo er hingehört.
Die Bedeutung von JAX für Lebensmittelbetriebe
JAX, als Hersteller, der sich auf Schmierstoffe für die Lebensmittelindustrie spezialisiert hat, liefert Produkte, die den Betrieb bei der Reduzierung von Risiken im Zusammenhang mit unsachgemäßer Schmierung unterstützen können. Im Kontext von MOSH/MOAH ist besonders hervorzuheben, dass JAX direkt auf die Qualität der in den für den Lebensmittelkontakt zugelassenen Produkten verwendeten Grundöle eingegangen ist und die Nichtnachweisbarkeit von MOAH in bestimmten Kohlenwasserstoffbereichen gemäß den Analysedaten der Lieferanten dargelegt hat.
Für einen Lebensmittelbetrieb bedeutet dies, dass JAX-Schmierstoffe als Teil eines systemischen Ansatzes zur Produktionssicherheit betrachtet werden können. Sie ersetzen jedoch keine HACCP-Verfahren, Audits, Instandhaltungsüberwachung oder ordnungsgemäße Probenahme. Sie sind eines der Werkzeuge, die – richtig eingesetzt – dazu beitragen, technische, chemische und organisatorische Risiken zu reduzieren.
Zusammenfassung
MOSH und MOAH sind ein Thema, das die Lebensmittelindustrie nicht ignorieren darf. Neue Anforderungen, Überwachung und ein wachsendes Verbraucherbewusstsein bedeuten, dass Produktionsbetriebe alle möglichen Quellen von Verunreinigungen analysieren sollten. Schmierstoffe sind einer dieser Bereiche, aber nicht der einzige.
Der vernünftigste Ansatz besteht darin, drei Elemente zu kombinieren: das richtige Produkt, die richtige Anwendung und die richtige Dokumentation. JAX-Lebensmittelschmierstoffe können dank der Registrierungen für die Lebensmittelindustrie und der Deklarationen zur Reinheit der Ölbasen ein wichtiger Bestandteil eines solchen Systems sein.
In einem gut geführten Lebensmittelbetrieb ist die Schmierung keine „technische Nebensache“. Sie ist Teil der Lebensmittelsicherheit, der Prozesszuverlässigkeit und des Markenschutzes. Das bedeutet, dass die Wahl des Schmierstoffs ebenso ernst genommen werden sollte wie die Wahl des Rohmaterials, der Verpackung oder des Labordienstleisters.